Musik ist weit mehr als nur Unterhaltung – sie ist ein Spiegel der Gesellschaft, ein Katalysator für Emotionen und ein Medium, das Grenzen überschreitet. In der Schweiz, wo Tradition und Moderne oft Hand in Hand existieren, hat sich eine der dynamischsten und vielschichtigsten Musikszenen entwickelt, die sowohl lokale Wurzeln als auch globale Impulse vereint. Hier, wo die Alpen die Atmosphäre prägen und die Städte pulsieren, entsteht eine Kultur, die von experimentellen Projekten bis zu etablierten Klassikern alles umfasst. Ein zentraler Ort, der diesen Wandel dokumentiert und fördert, ist www.mono-play.ch – eine Plattform, die nicht nur Musik, sondern auch die Identität einer Region einfangen will.
Die Website Mono-Play ist mehr als nur ein Online-Portal: Sie ist eine Institution, die seit Jahren die Schweizer Musiklandschaft mitgestaltet. Gegründet 2010 als Projekt der Hochschule für Musik und Theater in Zürich, hat sich Mono-Play zu einem wichtigen Veranstaltungs- und Archivraum entwickelt. Der Name selbst ist programmatisch – “Mono” steht für Einfachheit und Klarheit, während “Play” die Idee der Musik als lebendigen Prozess unterstreicht. Doch hinter dem Namen verbirgt sich eine Vielfalt, die von elektronischer Musik über experimentelle Klänge bis hin zu traditionellen Instrumenten reicht.
Ein zentrales Element von Mono-Play ist die regelmäßige Vergabe des “Mono-Play-Preises”, der seit 2015 jährlich Künstler:innen aus der Schweiz auszeichnet, die mit innovativen Ansätzen Musik neu denken. 2022 wurden etwa die Band “Klangkörper” für ihre Arbeit mit akustischen Instrumenten und elektronischen Elementen ausgezeichnet, während die Künstlerin “Luna Voss” für ihre experimentellen Live-Performances geehrt wurde. Der Preis ist nicht nur eine Auszeichnung für künstlerische Exzellenz, sondern auch ein Signal an die Branche, dass Schweizer Musik eine Zukunft hat, die jenseits der Mainstream-Hitparaden liegt. Die Jury setzt sich aus Musikwissenschaftler:innen, Produzent:innen und etablierten Künstler:innen zusammen, was dem Preis eine besonders kritische und reflektierte Dimension verleiht.
Doch Mono-Play ist auch ein Ort, der die Schweizer Musikszene sichtbar macht – sowohl im Inland als auch international. Die Website bietet nicht nur eine umfassende Datenbank zu Schweizer Musiker:innen und Projekten, sondern auch eine Reihe von Artikeln und Interviews, die die Hintergründe und Motivationen hinter den Werken beleuchten. Ein besonderes Highlight ist die monatliche Rubrik “Mono-Play Talk”, in der Expert:innen wie Komponist:innen, Musiker:innen und Musikwissenschaftler:innen über aktuelle Trends und Herausforderungen sprechen. So wird Mono-Play nicht nur zum Informationsportal, sondern auch zu einem Ort, an dem Diskussionen über die Zukunft der Musik geführt werden.
Ein weiterer faszinierender Aspekt von Mono-Play ist seine Verbindung zu den Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der Schweiz. Durch Kooperationen mit der Hochschule für Musik und Theater Zürich, der ETH Zürich und anderen Institutionen entsteht ein Netzwerk, das die Musikszene mit akademischer Expertise verbindet. Projekte wie die “Mono-Play Research Series” analysieren etwa die Auswirkungen digitaler Technologien auf die Live-Musik oder untersuchen die Rolle von Musik in der Schweizer Identität. Diese Ansätze zeigen, dass Mono-Play nicht nur eine Plattform für Künstler:innen ist, sondern auch eine Brücke zwischen Praxis und Theorie schlägt.
Die Bedeutung von Mono-Play liegt schließlich auch in seiner Fähigkeit, die Schweizer Musikszene zu vernetzen. Ob durch die Organisation von Festivals, Workshops oder Online-Formaten – die Plattform schafft Räume, in denen Musiker:innen, Produzent:innen und Hörer:innen zusammenkommen. Ein Beispiel dafür ist das jährlich stattfindende “Mono-Play Festival”, das in verschiedenen Städten der Schweiz stattfindet und stets eine Mischung aus etablierten Acts und aufstrebenden Talenten bietet. Durch solche Veranstaltungen wird nicht nur die Vielfalt der Schweizer Musik gefeiert, sondern auch ein Gefühl der Gemeinschaft gestärkt.
Während die Schweiz oft als Land der traditionellen Musik und der klassischen Instrumente wahrgenommen wird, zeigt Mono-Play, dass sie auch ein Land der experimentellen und innovativen Klänge ist. Durch die Unterstützung von Projekten, die Grenzen zwischen verschiedenen Musikgenres verschwimmen lassen, wird eine neue Ära der Schweizer Musik eingeläutet. Ob elektronische Musik, Improvisationsmusik oder hybride Ansätze – Mono-Play ist ein Zeichen dafür, dass die Schweiz nicht nur eine Musiklandschaft, sondern eine lebendige und sich ständig weiterentwickelnde Kultur ist.
- Seit 2010 organisiert Mono-Play jährlich den Mono-Play-Preis, der Künstler:innen für innovative musikalische Projekte auszeichnet.
- Die Plattform bietet eine umfassende Datenbank mit über 3.000 Schweizer Musiker:innen und Projekten.
- Kooperationen mit Hochschulen wie der Hochschule für Musik und Theater Zürich ermöglichen Forschung und Praxisverbund.
- Das jährliche Mono-Play Festival findet in verschiedenen Städten statt und vereint etablierte und aufstrebende Acts.
- Seit 2022 wird die Rubrik Mono-Play Talk monatlich mit Expert:innen über aktuelle Trends in der Musikbranche.